Daniela: Yeah! Xavier fährt doch nicht für Deutschland zum ESC!

Diese News ist so wichtig, dass wir einfach beide etwas dazu schreiben mussten 😀

Es hat uns wirklich eiskalt erwischt: Xavier Naidoo, die singende Heulboje mit offen ausgesprochener Nähe zu Demokratiefeinden und allerhand weiteren merkwürdigen Ansichten, die aber mal so gar nicht mit dem Grundgedanken des ESC übereinstimmen, sollte 2016  in Stockholm als Teilnehmer für Deutschland an den Start gehen. Im Internet formierte sich reichlich Widerstand – wobei der Wunsch einer Gruppe, die „Kassierer“, eine Gröhleband als häßlichen Kerlen, die gern ihren Schniedel herausholen, statt Xavier zu schicken, für uns keine nennenswerte Alternative darstellte. Das „WTF?“ war noch nicht lang genug aus unseren Köpfen heraus, um endlich mal die erste Podcastnummer zu produzieren (jaa, das hier soll eigentlich mit Audio unterlegt werden!) da kam die freudige Überraschung in Form einer Pressemitteilung des NDR:

Xavier Naidoo wird im kommenden Jahr nicht beim Eurovision Song Contest (ESC) in Stockholm für Deutschland singen. Der NDR hat am Sonnabend (21. November) seinen entsprechenden Vorschlag zurückgezogen.

Thomas Schreiber, ARD-Unterhaltungskoordinator und Leiter des Programmbereichs Fiktion und Unterhaltung im NDR: „Xavier Naidoo ist ein herausragender Sänger, der nach meiner Überzeugung weder Rassist noch homophob ist. Es war klar, dass er polarisiert, aber die Wucht der Reaktionen hat uns überrascht. Wir haben das falsch eingeschätzt. Der Eurovision Song Contest ist ein fröhliches Event, bei dem die Musik und die Völkerverständigung im Mittelpunkt stehen sollen. Dieser Charakter muss unbedingt erhalten bleiben. Die laufenden Diskussionen könnten dem ESC ernsthaft schaden. Aus diesem Grund wird Xavier Naidoo nicht für Deutschland starten. So schnell wie möglich werden wir entscheiden, wie der deutsche Beitrag für den ESC in Stockholm gefunden wird.“

Wir empfehlen Herrn Schreiber, einfach mal das Magazin Panorama (übrigens eine „Das Erste“-Sendung) zu schauen und dann nochmal über den ersten Satz in Ruhe nachzudenken.

Bis dahin lassen wir uns einfach mal überraschen, was passiert. Schocken kann uns eigentlich kein Teilnehmer mehr, außer vielleicht Helene Fischer. Aber noch mehr graue Haare wollen uns die Unterhaltungskoordinatoren doch hoffentlich nicht zumuten.

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